Gespräch mit Kitesurf Profi Florian Gruber

Florian Gruber ist 26 Jahre alt und 8-maliger Kitesurf Weltmeister. Er gehört zu der Elite in dem Sport.

Im Gespräch mit ihm erzählt er uns über sein Leben als Kitesurf Profi und was Mentale Stärke für ihn bedeutet.

Sag mal Flo, wie bist du zum Kitesurfen gekommen, und ab welchem Zeitpunkt hast du entschieden, diese Sportart nicht nur Hobby mäßig zu bestreiten, sondern eine Profi Karriere zu starten?


Ich bin in einer sportverrückten Familie aufgewachsen und wir waren immer mit dem Wohnmobil oder dem Bus unterwegs. Mit 7 Jahren hab ich das Windsurfen angefangen und dann mit 9 Jahren das Kitesurfen. Zu beginn bin ich nur spaßeshalber bei den Wettkämpfen mitgefahren, jedoch entwickelte sich schnell der Ehrgeiz mehr zu erreichen. Ich denke so ab 2011/2012 kann ich mich als Profi bezeichnen. Zu diesem Zeitpunkt habe ich den Sprung in die Top 10 der Welt geschafft

Als mental Coach interessiert es mich natürlich ob Mentales Training für dich eine Rolle spielt?

Wenn ja wie bereitet sich ein Florian Gruber Mental auf einen Wettbewerb oder Training vor?


Ich habe das Glück, dass ich Mental sehr stabil bin und ein Wettkampf Typ bin. So macht mir der Druck bei den rennen wenig aus. Wobei wenn es mal nicht gut läuft, dann ist es für mich wichtig, dass ich Zeit für mich habe und die Familie um mich habe.


Du bist 8 -maliger Weltmeister, erstmal großen Respekt von mir und Glückwunsch dazu.

Was bedeutet für dich dieser Erfolg und was kommt als nächsten? Olympia?


Als erfolgreicher Sportler muss man natürlich sehr ehrgeizig sein und nicht nach dem ersten Titel nachlassen. Man versucht nach maximalem Erfolg zu streben, darf aber nicht die Leidenschaft und die Freude an dem Sport verlieren. Olympia wäre noch mein letztes großes Ziel und ich werde natürlich alles dafür geben, um es zu erreichen.

Wie wichtig findest du es als Profi Sportler oder generell im Sport Mental stark zu sein?

Wie gehst du mit Rückschlägen um, erzählst du uns von deinen größten Rückschlägen?


Um auf Dauer Erfolg zu haben ist mentale Stärke sehr wichtig. Diese ist aber natürlich nicht bei jedem gleichermaßen ausgereift. So brauchen manche Sportler einen Mental Trainer, um mit dem Druck umgehen zu können, wobei andere von Natur aus damit sehr gut klarkommen.

Für mich ist die Familie besonders wichtig, wenn es mal nicht so gut läuft. Sie kennen mich am besten und wissen genau wie sie mit meiner Laune nach einem schlechten Resultat umgehen muss.


Auch die Kitesurf Tour ist etwas eingeschlafen auf Grund der derzeitigen Situation, die Deutsche Meisterschaften wurde für 2020 komplett abgesagt. Wie gehst du damit um? Wie hältst du dich fit?


Es gab zum Glück noch einige international Wettkämpfe und ich konnte mich gut auf mein Studium konzentrieren. Nach den immer stressiger werdenden Jahren konnte ich in diesem mehr Zeit zuhause verbringen und konnte mein Praxis Semester absolvieren. Fit halte ich mich durch Grundlagen Training und so oft es geht auf dem Wasser.

Was kannst du jungen motivierten Kitesurfer mitgeben, die einen ähnlichen Weg einschlagen möchten, wie du es lebst?


Man sollte sich große Ziele setzten und fest daran glauben diesen Weg auch zu gehen. Wichtig dabei ist aber nie den Spaß zu verlieren und jede Session zu genießen. Jede Reise oder Abenteuer, dass der Sport einem ermöglicht wertschätzen zu lernen und mit Freude erleben.


Zum Schluss noch, was wünscht du dir für deine Sportliche aber auch Privaten Zukunft?


Sportlich wären absolut die olympischen Spiele ein großer Wunsch. Privat bin ich zurzeit sehr glücklich und hoffe das ich bald noch mein Studium beenden kann. Wichtig ist auf jeden Fall gesund bleiben.

Bildquellen: © Florian Gruber

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